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Alte Torwache Weinstube
Historisches Bamberger Tor
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Das Bamberger Tor

Vom Schutzschild zur Weinschenke – eine Geschichte von Jahrhunderten voller Tapferkeit, Wandel und Genuss.

Die Ursprünge

Wo das Kopfsteinpflaster
Geschichten flüstert

Wo heute unsere Gäste gemütlich bei einem guten Glas Frankenwein einkehren, wurde einst erbittert um jeden Stein gekämpft. Die Alte Torwache hat ihren Platz in einem der geschichtsträchtigsten Gemäuer der Kronacher Altstadt – dem Bamberger Tor.

Zeitleiste

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1444 Erste urkundliche Erwähnung des Haßlacher Tors in einer Bürgermeisterrechnung
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1632 Erste Belagerung durch 2.000 schwedische Soldaten – Kronach hält stand
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1633 Zweite Belagerung durch 3.000 Schweden – erneut erfolgreich verteidigt
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1634 Dritte Belagerung mit 4.000 Mann – Bresche im Tor, dennoch gehalten
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1654 Wiederaufbau des Tors und Errichtung eines neuen Turms nach dem Krieg
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1927 Umbau zum Fußgängerdurchlass neben der Torfahrt
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1979 Die Weinstube Alte Torwache eröffnet im historischen Gemäuer
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Heute Tradition lebt weiter – Genuss in Kronachs ältestem Stadttor
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Kapitel I

Ein Tor mit bewegter Vergangenheit

Als im 14. Jahrhundert die Mauern um die Kronacher Bergstadt wuchsen, entstand an der Westseite ein mächtiger Zugang: das heutige Bamberger Tor, damals noch unter dem Namen „Haßlacher Tor“ bekannt. Erstmals taucht es 1444 in einer alten Bürgermeisterrechnung auf. Doch schon damals war es weit mehr als ein einfacher Durchgang – eine ausgeklügelte Doppeltoranlage mit innerem und äußerem Tor, gekrönt von einem viereckigen Wehrturm mit Zinnen, machte Angreifern das Leben schwer.

Historische Ansicht des Bamberger Tors

Kapitel II

Drei Belagerungen, drei Siege

Seine härteste Prüfung erlebte das Bamberger Tor im Dreißigjährigen Krieg, als schwedische Truppen gleich dreimal versuchten, Kronach in die Knie zu zwingen.

1632
1632

Der erste Sturm

Rund 2.000 Soldaten unter Obrist Clauß Hastver stürmten „mit großer Furi“ gegen die Vorstadt und das äußere Tor. Die Kronacher hielten stand – auf Seiten der Verteidiger fiel einzig der Schuster Hans Dorsch, während die Angreifer rund 300 Mann verloren haben sollen.

1633
1633

Der zweite Anlauf

Erneut rückten etwa 3.000 Schweden an und stürmten abermals gegen das Tor – wieder vergeblich. Kronach blieb unbezwungen.

1634
1634

Die Bresche

Die Belagerer ließen das Tor so heftig beschießen, dass ein klaffendes Loch entstand. Doch die Kronacher stopften die Bresche mit Steinen, Erde und Mist – und schlugen den Angriff von rund 4.000 Mann erneut zurück.

Die Spuren dieser Kämpfe sind bis heute sichtbar: Dort, wo die Bresche geflickt wurde, unterscheidet sich der rötlichere Sandstein deutlich vom ursprünglichen Mauerwerk.

Das Bamberger Tor heute

Kapitel III

Vom Wehrturm zum Wohnhaus

Nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges wurde der schwer beschädigte Torturm abgetragen. 1654 baute man das Tor grundlegend um und errichtete einen neuen Turm – diesmal allerdings nicht mehr auf dem Tor selbst, sondern versetzt auf der Westseite des Vortores. Rund anderthalb Jahrhunderte später verschwand auch dieser Turm, und der Wohnbau über dem Vortor wurde stattdessen erweitert.

Was heute noch steht, ist das zweigeschossige Vortor mit seinem hölzernen Torflügel aus dem Jahr 1650. Auf der Stadtseite, zum Melchior-Otto-Platz hin, zeigt es sein hübsches Fachwerk-Obergeschoss. An der Außenseite zur Schwedenstraße prangen stolz die Wappen der Stadt Kronach und des Hochstifts Bamberg.

Von einst drei großen Stadttoren, die in Kronachs Obere Stadt führten, ist das Bamberger Tor das einzige, das die Jahrhunderte überdauert hat.

Kapitel IV

Und dann kam der Wein

Im 19. Jahrhundert diente das Torhaus als Dienstwohnung eines Polizeiwachtmeisters – statt fröhlichem Gläserklang herrschte hier wohl eher Ordnungshüter-Strenge.

Doch 1979 hielt endlich der gute Geschmack Einzug – im wahrsten Sinne des Wortes: Aus der Wachstube wurde eine Weinstube. Seitdem ist die Alte Torwache ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird – bei einem guten Schoppen, in einem Gemäuer, das schon schwedischen Kanonenkugeln getrotzt hat.

Die Weinstube Alte Torwache
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Herzlich willkommen in der Weinstube Alte Torwache – dem wohl wehrhaftesten Weinlokal Frankens.

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